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Aktuelle Meldungen und Updates für Amazon-Händler und Vendoren. Täglich aktualisiert aus validen Quellen.
Amazon hat 'Brand Gallery' ausgerollt – ein neues Sponsored-Brands-Creative, das statt einzelner Produkte Lifestyle-Bilder, eigenen Text und ein Karussell aus drei bis fünf Brand-Store-Kategorien zeigt und Käufer direkt in den Brand Store statt auf eine Produktdetailseite leitet. Verfügbar in 19 Märkten inklusive Deutschland, self-service über die Ads-Konsole und Ads-API; gedacht vor allem für Reserved-Share-of-Voice-Buchungen (RSOV) auf eigene Marken-Keywords. To-do für Brands: aktiven, sauber strukturierten Brand Store sicherstellen, Lifestyle-Assets (keine Standard-Produktfotos) vorbereiten und Markenbegriffe vor dem Launch reservieren – nach Erreichen des 'proposed'-Status sind keine Änderungen mehr möglich.
Amazon DSP hat eine neue Studies-Oberfläche freigeschaltet, über die Advertiser mehr als 50 Drittanbieter-Messstudien selbst finden, konfigurieren, bezahlen und auswerten können – ohne Managed-Service-Zwischenschritt, der bisher Wochen kosten konnte. Mit dabei sind Partner wie NCS (Offline-Sales-Lift), DISQO und Kantar (Brand Lift) sowie Integral Ad Science (Viewability, Invalid Traffic); ausgerollt seit 15. Mai 2026 in über 30 Ländern inklusive Deutschland, Österreich und der Schweiz. To-do für DSP-Advertiser: in der Studies-Page die regionsspezifischen Optionen prüfen, passende Studientypen zum Kampagnenziel wählen und zwischen Amazon-Abrechnung oder Vendor-Billing (bei bestehenden Verträgen) entscheiden – Brand- und Sales-Lift lassen sich so ohne Account-Manager messen.
Amazon hat am 21. Mai die Mindest-Liefergeschwindigkeiten für Seller Fulfilled Prime spürbar angehoben – wirksam zum 6. Juli 2026. Standard-Size muss jetzt 40 % der Prime-Page-Views ein-Tag liefern (vorher 30 %), 75 % zwei-Tage (vorher 70 %) und 90 % fünf-Tage. Oversize steigt von 10 % auf 15 % ein-Tag und 80 % fünf-Tage; Extra Large von 15 % auf 25 % zwei-Tage und 60 % fünf-Tage. Die bestehenden Performance-Thresholds (93,5 % OTDR, 0,5 % Cancellation, 99 % VTR) bleiben unverändert. Im September 2026 folgt ein neues Tool, mit dem SFP-Seller Versandzeiten, Wochenend-Versand und Cut-off-Zeiten pro Liefer-PLZ hinterlegen können – Datenbasis für präzisere Delivery-Promises. To-do: Carrier-Coverage je Region prüfen, Wochenend-Operations und Cut-off-Zeiten justieren, oder für langsame ASINs FBM/FBA-Mix ohne Prime-Badge neu rechnen.
Amazon hat am 22. Mai mehrere Änderungen am Customer-Service-by-Amazon-Programm bekannt gegeben. Return-less Refunds werden auf drei klar definierte Fälle eingegrenzt (unzustellbare Pakete, beschädigte/defekte nicht-retournierbare Artikel, nicht sicher rückversendbare Produkte) – das reduziert unnötige SAFE-T-Verfahren. SAFE-T-Claims für 'claims protected'-Labels via Amazon Buy Shipping oder Veeqo übernimmt Amazon künftig automatisch; Goodwill-Refunds werden ohne Seller-Aktion erstattet. Beim kostenlosen Programmzugang fällt die 95 %-Valid-Tracking-Rate-Hürde weg, neu sind Low-Volume-Seller mit unter 30 Bestellungen pro Quartal automatisch kostenlos drin – die 90-Tage-Freiphase und die 3 %-Contacts-per-Unit-Schwelle bleiben. To-do für Seller: Versandlabel-Provider auf Eligibility prüfen, neues Contacts-per-Unit-Dashboard und AI-kategorisierte Contact-Reasons im Insights-Dashboard checken, Follow-up-Benachrichtigungen über Buyer-Seller-Messages statt E-Mail einplanen.
Amazon DSP hat eine neue ML-Funktion 'Automatic Deal Selection' freigeschaltet, die Streaming-TV-Deals während einer Kampagne ohne manuelle Eingriffe kuratiert: hoch performende Deals werden automatisch hinzugenommen, schwache entfernt – über die gesamte Flight-Dauer hinweg. Verfügbar zunächst nur in den USA für Self-Service-Advertiser über die ADSP-Konsole oder die Amazon Ads Public API, ausschliesslich für Streaming-TV-Kampagnen mit Awareness-Ziel und Reach-KPI; Curation-Source-Type ist 'AMAZON_CURATED_AGENT', Performance über die Entities DealPerformance und DealPlanningMetrics. Für Amazon-DSP-Brands heißt das: Awareness-Setups laufen künftig deutlich schlanker, manuelle Deal-Pflege entfällt – Expansion auf weitere Ziele und Formate angekündigt, aber ohne Termin; EU-Rollout offen, US-Pilot lohnt sich jetzt für Q3-Awareness-Budgets.
Einen Tag nach den Berichten über blockierte EUR-Guthaben hat Amazon offiziell Stellung genommen: Bei einer kleinen Gruppe EU-Seller hat die DD+7-Migration technisch nicht gegriffen, das Problem sei behoben, betroffene Konten wurden auf die Standardrichtlinie umgestellt. Wichtig für die Praxis: 95 % der Seller sind laut Amazon bereits auf der 7-Tage-Frist, 'Disburse on Demand' bleibt aktiv – auszahlbar ist jedoch ausschliesslich Guthaben, dessen Lieferdatum mehr als sieben Tage zurück liegt. Damit ist die Lesart vom 20.5. ('working as designed') offiziell als Bug für einen Teil der Konten korrigiert. To-do: Posteingang nach Amazon-Mail mit aktualisiertem Migrationsplan prüfen, in Seller Central unter 'Zurückgestellte Transaktionen' die Freigabe-Daten verifizieren und Cashflow-Planung an die 7-Tage-Sperre anpassen.
Zwei Wochen nach Freischaltung der täglichen DD+7-Auszahlung (Payout on Request) berichten Seller von einem entscheidenden Haken: Beim Payout-Request erscheint trotz hohem angezeigtem Guthaben oft 'EUR 0 verfügbar' – in einem dokumentierten Fall standen EUR 38.000 sichtbar, abgerufen werden konnte nichts. Grund laut Wortfilter: Basis der Auszahlung ist nicht der sichtbare Saldo, sondern ausschliesslich der Anteil, dessen Liefer-Datum mehr als sieben Tage zurückliegt – ein Detail, das in Amazons ursprünglicher Seller-Mail fehlte. Amazon-Support hat das Verhalten zunächst als 'working as designed' eingeordnet. Seller sollten die Liquiditätsplanung neu kalibrieren: Frische Verkaufserlöse bleiben sieben Tage post-delivery gesperrt, in den ersten Tagen nach Migration fließt faktisch kein Cash.
Amazon Ads hat im Mai 2026 vier API-Bausteine für datengetriebenes Advertising scharf geschaltet: Die Marketing Mix Modeling (MMM) API ist seit 1. Mai general available in 14 Märkten inkl. DE, FR, IT, ES, UK – inklusive sechs neuer Endpoints für programmatisches Brand-Group-Management. Die Geographic Insights & Activation (GIA) API ist seit 4. Mai GA mit vereinfachtem Workflow (PLZ-Daten direkt beim Anlegen, kein Mehrschritt-Prozess mehr). Am 18. Mai erreicht das Benchmarks Reporting globale GA in 18 Märkten – inklusive Niederlande, Schweden, Türkei und Ägypten – mit acht Metriken (u.a. CTR, CPC, New-to-Brand-Käufe). Zusätzlich liefert ein neuer NationalAsinEngagement-Datenfile (seit 7. Mai im MMM-Feed) tägliche und wöchentliche Add-to-Cart-Signale auf ASIN-Ebene. Für Brands und Agenturen heißt das: Multi-Markt-Reporting, Postleitzahl-genaue Bid-Anpassungen und Retail-Engagement-Signale lassen sich jetzt programmatisch über alle wichtigen DSP-Märkte standardisieren – Mediabuying-Setups und BI-Dashboards entsprechend anpassen.
Amazon hat am 15. Mai eine unabhängige Studie zur EPR-Registrierung unter der EU Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) veröffentlicht: Wer in 10 EU-Ländern registriert, durchläuft 64 unterschiedliche Datenfelder (Belgien/Spanien je 11, Schweden über 20, Schnitt 16), 55 % davon sind landesspezifisch, 73 % gehen über das hinaus, was der PPWR-Implementation-Act eigentlich verlangt – Bearbeitungszeit pro Markt 2 bis 6 Wochen. Amazon fordert eine interoperable Digital-Infrastruktur: standardisierte Felder, API-Anbindung der nationalen Register, einmalige Registrierung mit automatischer Verteilung sowie Marketplaces als 'EPR-Intermediäre' (Vorbild: Amazons 'Pay on Behalf' in fünf Ländern für über 300.000 Seller). Für SME-Seller heißt das kurzfristig: kein Erleichterungs-Roll-out in Sicht, EPR-Pflichten bleiben Markt-für-Markt-Aufgabe; mittelfristig lohnt es, die Lobbying-Position zu kennen, weil Marketplaces in Brüssel aktiv auf eine einheitliche Lösung drängen.
Phil Christer, Managing Director Amazon Ads UK, hat am 14. Mai bestätigt, dass Werbetreibende ab dem 18. Mai Amazon Audiences über die Amazon DSP auf Netflix-Inventar in Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien legen können – die EMEA-Aktivierung der Anfang März 2026 angekündigten und am 13. April in den USA gestarteten Integration. Buyer aktivieren die Shopping-Segmente (Suchen, Käufe, Browsing-Verhalten) im Managed- oder Self-Service-Workflow auf Line-Item- oder Kampagnenebene und können Netflix damit erstmals datengetrieben mit anderen CTV-Inventaren in einem DSP-Auftrag buchen. Für Amazon-Brands mit DSP-Setup heißt das: Premium-Streaming-Reichweite plus Amazon-Retail-Signale ohne fragmentierte Mediabuys – Pilot-Lernungen jetzt aufsetzen, bevor Q3-Budgets stehen.
Amazon hat am 13. Mai die eigenständige Rufus-Chatbot-App eingestellt und Rufus mit Alexa+ zu 'Alexa for Shopping' verschmolzen – einem agentischen KI-Assistenten, der direkt in der Amazon-Suchleiste sitzt und keine Prime-Mitgliedschaft erfordert. Neue Funktionen: Side-by-Side-Produktvergleiche, dynamische Shopping-Guides, ein Jahr Preisverlauf, automatisierte Bestellungen bei Preisschwellen sowie nahtloser Kontext-Transfer zwischen App, Web und Echo-Show-Geräten. Für Seller heißt das: Rufus verdichtete laut Branchen-Research bereits 50 organische Suchtreffer auf rund fünf empfohlene Produkte – mit dem Roll-out an alle US-Kunden binnen einer Woche werden Sponsored Prompts (seit 25. März abrechenbar) und KI-konvertibler Listing-Content (Bullets, A+ Content, Reviews) zur Pflicht, um in der Empfehlung zu bleiben. EU-Rollout ist noch nicht angekündigt.
Amazon hat am 12. Mai per E-Mail an Solution Provider bestätigt, dass die im November 2025 angekündigten SP-API-Gebühren (Jahres-Basisgebühr + nutzungsbasierte Kosten) dauerhaft vom Tisch sind – nach Industrie-Backlash und Verschiebung im März. Das Fee-Preview-Dashboard wird abgebaut, hinterlegte Zahlungsmittel können aus dem Solution Provider Portal entfernt werden. Für Seller bedeutet das: Tool-Anbieter (ERP, Repricer, JTL, Helium10, Amalyze etc.) müssen Preiserhöhungen, die sie mit den SP-API-Kosten begründet hatten, neu rechtfertigen – jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Vendor-Konditionen nachzuverhandeln und Dashboards vor Abbau zu archivieren.
Amazon Ads hat am 11. Mai im Rahmen des Upfront 2026 'Dynamic TV Creative' für Interactive Video Ads (IVA) auf Prime Video gelauncht. Aus einem einzigen Base-Asset werden vier Elemente automatisch pro Zuschauer angepasst – Produktbild, CTA ('Add to Cart', 'Send to Phone', 'Save to Cart', 'Visit Brand Store'), Headline (Awareness vs. Consideration) und Detail-Layer (Rating, Prime-Benefit, Preis) – je nachdem, wo der Viewer im Funnel steht. Pilot zunächst USA und nur für ausgewählte Advertiser in CPG, Fashion und Electronics; breitere Verfügbarkeit inklusive Live Sports und Prime Video Channels ist für Q3 2026 angekündigt. Für Amazon-Brands mit DSP-Setup heißt das: ein einziges starkes Master-Creative reicht, Sequencing und Funnel-Logik übernimmt Amazons Authenticated Graph (laut Amazon 90 % US-Haushalte) – EU-Rollout ist noch nicht bestätigt, Learnings im US-Pilot lohnen sich aber jetzt.
Die Inflation in Deutschland ist im April auf 2,9 % gestiegen, Diesel verteuerte sich gegenüber März um 6,1 %, Kraftstoffe insgesamt sind +26,2 % gegenüber Vorjahr. Die grossen Versanddienstleister (DHL, DPD, GLS, Hermes) ziehen über Treibstoffzuschläge nach – für FBM-Händler und Pan-EU-Versender heißt das spürbar höhere Stückkosten pro Sendung. Gleichzeitig ist die Konsumlaune verhalten, eine Vollweitergabe der Mehrkosten kostet Conversion. Kurzfristige Hebel: Free-Shipping-Schwellen prüfen, FBA- vs. FBM-Mix für schwere/sperrige ASINs neu rechnen, Nachschubsendungen bündeln und Lagerbestände straffer steuern, um nicht doppelt nachzuschicken.
Beim Upfront 2026 am 11. Mai im Beacon Theatre hat Amazon Ads seine Botschaft klar verschoben: weg vom Inventory-Pitch, hin zu KI- und Outcome-getriebenem Full-Funnel-Werben. Zentrale Bausteine für Werbetreibende und Seller: Full-Funnel Campaigns (in Q1 2026 gelauncht) mit Natural-Language-Setup und KI-gestützter Creative-, Audience- und Optimierungslogik über Streaming-TV, Audio, Display, Online-Video und Sponsored Ads in einem Auftrag; Prime Video Insights (Beta) als Messlayer, der First-Party-Daten mit Sehverhalten verknüpft, um zu zeigen, welche Genres, Shows oder Audiences Sales treiben; sowie interaktive Ad-Formate, die erstmals auf einer Drittanbieter-Streaming-Plattform (Samsung TV Plus) laufen. Alan Moss: 'Agentic Shopping ist kein neues Frontier – es passiert jetzt.' Amazons 'Authenticated Graph' soll laut Unternehmensangabe 90 % der US-Haushalte erreichen. Für Brands auf Amazon heißt das: Full-Funnel-Workflows jetzt testen und sich auf KI-Agenten als Kaufmittler einstellen.
Das Oberverwaltungsgericht NRW hat am 8. Mai die Berufung des IDO (Interessenverband Online-Unternehmen) endgültig zurückgewiesen und damit den Eintrag als qualifizierter Wirtschaftsverband nach UWG dauerhaft blockiert (Az. 4 A 3451/25). Begründung: Der Verband habe nicht nachgewiesen, dass er nicht primär Gewinn aus Abmahntätigkeit erzielt. Für Amazon-, eBay- und Shop-Händler bedeutet das: einer der aktivsten Abmahner Deutschlands ist dauerhaft handlungsunfähig – der IDO darf weder UWG-Abmahnungen versenden noch Vertragsstrafen einziehen. Eine Verfassungsbeschwerde ist möglich, ändert aber kurzfristig nichts. Wer noch offene IDO-Fälle hat, sollte mit anwaltlicher Unterstützung prüfen, ob Forderungen noch durchsetzbar sind.
Amazon hat am 7. Mai Alexa+ in Deutschland und Österreich in einem kostenlosen Early-Access-Programm gestartet; Einladungen folgen in den kommenden Wochen. Damit ist Amazons GenAI-Assistent jetzt in neun Märkten verfügbar (USA, Kanada, Mexiko, UK, Italien, Spanien, Deutschland, Österreich, Irland). Alexa+ kann Aufgaben Ende-zu-Ende erledigen ('ein Geschenk für Mama bestellen', Reservierungen, Smart-Home-Aktionen) und versteht deutschen Kontext samt Humor. Voice-Commerce ist im Launch nicht explizit bestätigt, die agentische Architektur und die Nähe zu Rufus deuten aber stark in diese Richtung. Für Amazon.de-Seller: Listings, Bullet Points, A+ Content und Reviews werden zur Wissensbasis für KI-Empfehlungen – klare, nutzenorientierte Texte ohne Keyword-Stuffing werden im 2026 entscheidend. Preis nach Early Access: Prime inklusive, sonst 22,99 EUR/Monat.
In den Seller-Central-Foren hat Amazon Ende April die Compliance-Anforderungen klar zugespitzt: vor jedem Listing Approval-Anforderungen prüfen, für markengebundene Produkte ein Letter of Authorization (LOA) des Markeninhabers vorlegen und nur über Hersteller oder autorisierte Distributoren mit Rechnungen aus den letzten 180 Tagen sourcen. Faktisch ist das eine Kodifizierung bestehender Praxis, doch die Stossrichtung ist klar – Liquidatoren, Retail-Arbitrage und Graumarkt-Quellen werden zur Hochrisikozone. Reseller ohne direkte Hersteller- oder Distributor-Beziehung sollten ihre Beschaffungsdokumente jetzt durchgehen, LOA-Vorlagen einholen und Sourcing-Strategien neu denken; der Druck folgt auf das Ende des FBA-Commingling und die UPC-Barcode-Verschärfung (beide zum 31. März).
Amazon Ads und LinkedIn haben am 7. Mai bekannt gegeben, dass Werbetreibende LinkedIn CTV Ads jetzt direkt über Amazon DSP kaufen können – zunächst nur in den USA. Damit lassen sich LinkedIn-First-Party-Signale aus über 1 Mrd. Mitgliedsprofilen (Jobtitel, Branche, Seniority) auf Streaming-TV-Inventar (via Microsoft Monetize) aktivieren und im selben DSP-Auftrag mit Amazon-Audiences kombinieren – ohne fragmentierten Mediabuy. Für B2B-Marken auf Amazon (Büro, Pro, Industrie) heißt das: deutlich präziseres Decision-Maker-Targeting im oberen Funnel; vier Tage vor Amazons Upfront 2026 (11. Mai) gestartet. EU-Rollout noch nicht angekündigt – Brands sollten Tests in den USA jetzt aufsetzen, um Lernkurven vor einer möglichen EU-Erweiterung zu sichern.
Amazon hat für alle Seller, die bereits auf den DD+7-Auszahlungsrhythmus migriert sind, die tägliche 'Payout on Request'-Funktion live geschaltet. Drei Bedingungen sind dafür nötig: positives verfügbares Guthaben, aktiviertes Bankkonto in Seller Central und 24 Stunden Abstand zwischen Anfragen. Der Schritt entschärft die Liquiditätsbelastung der DD+7-Umstellung sichtbar – Seller, deren Migration noch aussteht, sollten den Wechsel jetzt aktiv vorbereiten, um in der Peak-Phase nicht in einen verlängerten Auszahlungs-Stau zu laufen.
Amazon hat am 5. Mai die bisher größte Investition in Frankreich angekündigt: über 15 Mrd. EUR von 2026 bis 2028 sowie mehr als 7.000 neue Festanstellungen in vier neuen Logistikzentren in Illiers-Combray, Beauvais, Colombier-Saugnieu (jeweils 2026) und Ensisheim (Ende 2027). Damit verdichtet Amazon sein Fulfillment-Netz in Südost- und Nordfrankreich und bringt FBA-Bestand näher an die Endkunden – schnellere Lieferversprechen und potenziell effizienteres Pan-EU-Routing sind mittelfristig zu erwarten. EU-Seller sollten die Auswirkungen auf ihre FBA- und Pan-EU-Placement-Strategie ab Q3 2026 im Auge behalten.
Amazon hat am 4. Mai die Amazon Supply Chain Services (ASCS) gestartet und bündelt damit Freight (See, Luft, Straße, Schiene), Distribution & Fulfillment, Parcel Shipping (2–5 Tage) sowie KI-Forecasting in einem Portal unter supplychain.amazon.com – verfügbar für alle Unternehmen, nicht nur Amazon-Seller. Erste Enterprise-Kunden sind Procter & Gamble, 3M, Lands' End und American Eagle. Für FBA- und MCF-Seller heißt das: Amazon positioniert sein Logistiknetz als direkten UPS/FedEx-Wettbewerber – mittel- bis langfristig sind breitere MCF-ähnliche Optionen für Off-Amazon-Kanäle zu erwarten, kurzfristig stehen Enterprise-Konditionen aber im Kontrast zum frisch eingeführten 3,5%-Kraftstoffaufschlag für bestehende Marketplace-Seller (FBA seit 17. April, MCF/Buy with Prime seit 2. Mai).
Amazon hat Rufus deutlich agentischer gemacht: Der KI-Shopping-Assistent zeigt jetzt 365 Tage Preisverlauf (vorher 30/90 Tage) für über 50 Mio. Shopper in den USA, UK und Indien, und Kunden können Auto-Buy- und Preisalert-Aufträge wie 'kauf den Pullover, wenn er unter 30 USD fällt' anlegen – Aufträge bleiben sechs Monate aktiv und sparen im Schnitt 20%. Neu sind ausserdem Scheduled Actions für wiederkehrende Bestellungen sowie Cross-Merchant-Suche ('Shop Direct'). Für Seller bedeutet das: Wer Preise vor Promotions künstlich anhebt und dann 'rabattiert', wird durch das längere Referenzfenster sichtbar entlarvt – stabile Preise und ehrliche Promo-Cadence werden zum Wettbewerbsvorteil; Werbe- und Listing-Strategie sollten stärker auf Rufus-Konversationen optimiert werden.
Amazon hat Canvas in Seller Central live geschaltet – einen KI-gestützten visuellen Workspace, in dem Seller per Frage oder vorgeschlagenem Prompt personalisierte Dashboards mit Performance-Insights, Trends und konkreten Handlungsempfehlungen generieren. Die Funktion baut auf Amazon Bedrock und Claude auf und kombiniert Seller-Daten mit Amazons 25-jähriger Marketplace-Erfahrung; Anwendungsfälle reichen von Inventar-Entscheidungen über Marketing-Optimierung bis Produkt-Launch-Planung. Verfügbar ist Canvas ab sofort kostenlos für alle Seller in den USA und UK; weitere Länder und Sprachen folgen 2026 – EU-Seller sollten den Rollout im Auge behalten und ihre Datenstruktur jetzt auf KI-Auswertbarkeit prüfen.
Amazon hat in Q1 2026 mit Werbung 17,2 Mrd. USD umgesetzt, ein Plus von 22% gegenüber dem Vorjahr (12-Monats-Umsatz über 70 Mrd. USD). CEO Andy Jassy nannte drei Treiber: der KI-Creative-Agent ist nun in sieben weiteren Ländern verfügbar und automatisiert Kampagnenplanung und Asset-Erstellung, Rufus-Brand-Integrationen halten über 20% der Shopper im Markendialog, und neue Partnerschaften mit Netflix und Comcast erweitern das Streaming-Inventar. Jassy positioniert agentic commerce zudem als strukturelle Werbechance: Multi-Turn-Konversationen schaffen mehrere Touchpoints für organische und gesponserte Produktplatzierungen – Brands sollten Creative Agent jetzt testen und Listings auf KI-Konversationen optimieren.
Amazon hat den Small Business Empowerment Report 2025 veröffentlicht: Mehr als 75.000 unabhängige Seller haben 2025 die 1-Mio.-USD-Umsatzmarke geknackt – ein Plus von 36% gegenüber dem Vorjahr. US-Seller erzielten im Schnitt mehr als 375.000 USD Jahresumsatz, und mit Generative-AI-Tools wurden 12 Mio. verkaufsbereite Listings erstellt. Der agentische KI-Helfer 'Seller Assistant' zählt 230.000 monatliche Nutzer mit einer Akzeptanzrate über 90% bei empfohlenen Aktionen – Seller, die KI-Tools für Listing-Optimierung und Konto-Management noch nicht nutzen, sollten sie jetzt evaluieren.
Amazon hat den Prime Day 2026 offiziell für Juni angekündigt und damit das traditionelle Juli-Fenster vorgezogen. Das Event läuft in 26 Märkten parallel, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande, UK, USA und Kanada; Australien, Brasilien, Indien und Japan folgen später im Sommer. EU- und US-Seller sollten Werbebudgets und FBA-Bestände auf Juni statt Juli umplanen, die Early-Bird-Frist für Deal-Anmeldungen am 30. April nicht verpassen und Traffic-Spikes vier bis sechs Wochen früher als gewohnt erwarten.
Amazon hat die KI-Audio-Funktion "Hear the highlights" um "Join the chat" erweitert: US-Kunden können während der Audio-Zusammenfassung auf Produktseiten per Text oder Sprache nachfragen und erhalten Echtzeit-Antworten. Die KI greift dabei auf Listing-Daten, Kundenrezensionen und öffentliche Webinformationen zu. Für Seller bedeutet das: Bullet Points, A+ Content und Reviews werden zur Wissensbasis für Kaufentscheidungen – Listings sollten klar, nutzenorientiert und ohne Keyword-Stuffing formuliert sein, damit die KI die richtigen Antworten liefert. Rollout iOS und Android in den USA.
Amazon meldet, dass mehr als 100.000 EU-KMU 2025 erstmals 40 Mrd. EUR Umsatz auf Amazon erreicht haben (Cross-Border-Exporte 17 Mrd. EUR, +2 Mrd. EUR ggü. Vorjahr). Politisch fordert Amazon, die Deemed-Supplier-Regelung auf alle Plattform-Verkäufe auszuweiten, sodass die Plattform die USt unabhängig vom Sitz des Verkäufers einzieht. Damit sollen 27 nationale USt-Regime für EU-Seller stark vereinfacht und Wettbewerbsnachteile gegenüber Nicht-EU-Anbietern beseitigt werden. Für EU-Seller relevant zur strategischen Planung; finale Umsetzung hängt von der EU-Gesetzgebung ab.
Amazon Prime Day 2026 wird Ende Juni erwartet. Seller, die Best Deals oder Lightning Deals bis zum 30. April einreichen, sparen 50 USD auf die Anmeldegebühr von 100 USD pro Promotion. Das finale Submission-Window schließt am 26. Mai; FBA-Bestand muss bei Minimal-Shipment-Splits bis 27. Mai im Lager sein (5. Juni für Amazon-optimierte Splits). Wer den Early-Bird-Termin verpasst, zahlt die volle Gebühr.
Amazon hat das Summer Beauty Event 2026 vom 27. April bis 10. Mai gestartet, mit Deals auf Make-up, Hautpflege, Sonnenschutz und Lippenpflege. Seller mit Beauty- und Personal-Care-Produkten sollten kurzfristig Coupons, Lightning Deals und Brand-Promotions in Seller Central einrichten, um vom erhöhten Traffic und der Promotion-Sichtbarkeit während des 14-tägigen Events zu profitieren. Bestände und Werbebudgets entsprechend hochfahren.
Seit dem 26. April 2026 erhebt USPS einen befristeten 8%-Aufschlag auf Priority Mail Express, Priority Mail, USPS Ground Advantage und Parcel Select – gültig bis zum 17. Januar 2027. First-Class-Briefporto bleibt unverändert. Amazon-Seller mit FBM-Versand über USPS sollten ihre Versandvorlagen in Seller Central prüfen, Buy-Shipping-Preise neu kalkulieren und die Mehrkosten zusätzlich zum 3,5% FBA-Kraftstoffaufschlag in ihre Marge für Q2-Promotions einrechnen.
Ab dem 23. April 2026 muss ein eingereichter Listenpreis durch reale Transaktionen belegbar sein – entweder durch tatsächliche Featured-Offer-Käufe auf Amazon oder durch aktuelle Preise bei anderen Händlern. Fehlt dieser Nachweis, entfällt der Durchstreichpreis samt Einsparungsanzeige komplett. Seller sollten ihre Listings jetzt prüfen und sicherstellen, dass ihre Listenpreise auf verifizierbaren Marktpreisen basieren, bevor die Änderung greift.
Amazon hat die Pet Days 2026 für den 11. bis 15. Mai bekanntgegeben und das Event erstmals auf fünf Tage ausgeweitet (bisher zwei Tage). Seller mit Produkten für Haustiere sollten jetzt Deals, Coupons und Promotions in Seller Central anlegen, um von der erhöhten Nachfrage während des National Pet Month zu profitieren. Das Event richtet sich an Prime-Kunden und deckt Kategorien wie Tierfutter, Spielzeug, Pflege und Gesundheitsprodukte ab.
Amazon hat mehrere FBA-Programme speziell für Seller mit hochpreisigen Produkten über 50 USD ausgebaut: automatische Erstattungen für fehlende Inbound-Einheiten, Amazon Product Support mit bis zu 50 % Teilrückerstattung zur Retourenreduzierung sowie FBA Grade & Resell für professionelle Aufarbeitung rückgesandter Ware. Seller in diesem Segment sollten ausserdem die FBA New Selection Vorteile (10 % Umsatzbonus, 3 Monate kostenlose Lagerung) für den Markteintritt nutzen.
Hunderte umsatzstarker Amazon-Seller legten am 15. April für 24 Stunden ihre Werbekampagnen still. Der von der Million Dollar Sellers Community (700+ Mitglieder, ca. 14 Mrd. USD Gesamtumsatz) organisierte Protest richtete sich gegen drei gleichzeitige Einschnitte: DD+7-Auszahlungsregel, automatischen Abzug der Werbekosten vom Auszahlungsbetrag sowie den 3,5-Prozent-Kraftstoffzuschlag. Amazon reagierte unmittelbar und verschob die Werbeabrechnungsänderung auf den 1. August 2026.
Amazon hat die umstrittene Umstellung auf automatische Abzüge von Werbekosten aus dem Seller-Konto auf den 1. August 2026 verschoben. Ausschlaggebend war massiver Widerstand von Sellern, die angesichts gleichzeitiger Gebührenerhöhungen und des FBA-Kraftstoffaufschlags einen eintägigen Ad-Boycott ankündigten. Seller haben damit mehr Zeit, ihre Zahlungsoptionen (Account-Guthaben oder Pay by Invoice) vorzubereiten.
Ab dem 15. April 2026 zieht Amazon Werbekosten bei einem Teil der Advertiser automatisch von den Verkaufserlösen ab, statt sie per Kreditkarte zu belasten. Betroffen sind Seller, die bisher noch per Kreditkarte zahlten – die Mehrheit ist bereits auf dieses Modell umgestellt. Als Alternative steht 'Pay by Invoice' mit 30 Tagen Zahlungsziel zur Verfügung; Kreditkarte bleibt als Backup möglich.
Amazon hat die Übernahme von Globalstar angekündigt, um das eigene Satellitennetzwerk Project Kuiper auszubauen. Für Seller relevant: Kuiper soll langfristig Logistik und Zustellung in abgelegenen Gebieten verbessern.
Amazon hat einen aktualisierten Leitfaden veröffentlicht, wie Seller ihre Chancen auf das Featured Offer (ehemals Buy Box) maximieren können. Wichtig: Preis, Verfügbarkeit und Seller-Performance bleiben die drei entscheidenden Faktoren.
Amazon erhebt ab dem 17. April 2026 einen 3,5% Zuschlag auf FBA-Fulfillment-Gebühren in den USA und Kanada. Im Durchschnitt bedeutet das $0,17 mehr pro Einheit. Grund: steigende Treibstoff- und Logistikkosten. Ab 2. Mai gilt der Zuschlag auch für Multi-Channel Fulfillment und Buy with Prime.
Ab 1. Mai 2026 berechnet Amazon FBA-Remissions- und Entsorgungsgebühren pro Einheit zum Zeitpunkt der Remission statt als Pauschale nach Abschluss. Seller sollten ihre Buchhaltungssysteme anpassen, da mehr Einzeltransaktionen anfallen.
Ab 1. Juni 2026 berechnet Amazon die Umsatzsteuer auf Sendungsebene statt pro Einzeleinheit, um EU-E-Invoicing-Anforderungen zu erfüllen. Rechnungsbeträge können bei Mehrfachbestellungen leicht abweichen. Seller mit eigenen Buchhaltungssystemen sollten die Umstellung prüfen.
Seit dem 26. März 2026 erhalten qualifizierte Seller in der EU Credits bis EUR 47.250 innerhalb einer Woche statt wie bisher innerhalb eines Monats. EU-Stores (DE, FR, IT, ES) werden jetzt separat vom UK-Store behandelt, sodass Boni unabhängig qualifiziert werden können.
Amazon hat vor dem New Yorker Stadtrat zum geplanten Delivery Protection Act ausgesagt. Das Gesetz könnte neue Regulierungen für Lieferdienste und Last-Mile-Logistik einführen, die auch FBA-Lieferungen in NYC betreffen würden.
Wärmeempfindliche FBA-Produkte (Schokolade, Kerzen etc.) müssen bis zum 20. April 2026 aus den Amazon-Lagern entfernt werden. Ab 1. Mai wird Amazon verbleibende Einheiten kostenpflichtig entsorgen. Seller mit saisonalen Meltable-Produkten sollten sofort Removal Orders erstellen.