Key Takeaways
- Zwei Zahlen entscheiden: dein monatliches Werbebudget und dein Amazon-Jahresumsatz. Alles andere ist Folgefrage.
- Agentur-Kosten: fester Retainer meist 2.000 bis 2.500 Euro im Monat für reine PPC-Betreuung, oder 8 bis 15 Prozent vom Werbeumsatz.
- Inhouse-Vollkosten: ein interner PPC-Manager kostet 4.500 bis 7.500 Euro im Monat an Gehalt, realistisch 6.000 bis 9.000 Euro mit Tools, Nebenkosten und Ausfallrisiko.
- Break-even: Agentur meist günstiger bis rund 2 Millionen Euro Jahresumsatz und ab etwa 3.000 Euro Ad Spend im Monat.
- Hybrid gewinnt oft: interner Manager für Strategie plus Agentur für PPC und Content vereint Nähe zum Produkt mit Team und Tools.
Eine Amazon PPC Agentur kostet in der Regel 8 bis 15 Prozent vom Werbeumsatz oder einen Retainer zwischen 2.000 und 2.500 Euro im Monat. Ein internes PPC-Team schlägt mit 4.500 bis 7.500 Euro Personalkosten pro Monat zu Buche, plus Tools, Einarbeitung und Ausfallrisiko. Für die meisten Händler rechnet sich die Agentur bis zu einem Amazon-Jahresumsatz von rund 2 Millionen Euro oder bei einem Werbebudget ab etwa 3.000 Euro im Monat. Darunter lohnt oft die eigene Steuerung mit guten Tools, darüber wird es zur Kapazitätsfrage.
Was eine Amazon PPC Agentur wirklich leistet
Bevor du Kosten vergleichst, lohnt der Blick darauf, was eigentlich den Besitzer wechselt. Eine gute Amazon PPC Agentur übernimmt nicht nur das Schalten von Anzeigen. Sie verantwortet die Kampagnenstruktur, die Keyword- und ASIN-Recherche, das tägliche Bid-Management, die Negativ-Keyword-Pflege, die Platzierungs-Steuerung und vor allem die Steuerung auf Profitabilität statt auf blossen Umsatz.
Der eigentliche Wert liegt in drei Dingen: Erfahrung über viele Konten hinweg, also Muster, die ein Einzelkämpfer nie sieht, Tooling für Bid-Automatisierung, Suchbegriff-Analysen und Reporting, und Verantwortlichkeit in Form eines Ansprechpartners mit klarer Zielvorgabe. Wer diese drei Punkte intern nachbauen will, landet schnell bei den Kosten, die wir uns gleich anschauen. Was genau zum Leistungsumfang gehört und was das kostet, steht ausführlich in unserem Beitrag zu Kosten und Leistungen einer Amazon PPC Agentur.
Amazon PPC Agentur: die echten Kosten
Am Markt haben sich drei Abrechnungsmodelle etabliert. Sie unterscheiden sich weniger im Ergebnis als in der Anreizstruktur.
- Prozent vom Werbeumsatz: üblich 8 bis 15 Prozent des monatlichen Ad Spends. Fair bei mittleren Budgets, aber Vorsicht: Das Modell belohnt höhere Ausgaben, nicht zwingend höhere Gewinne.
- Fester Retainer: rund 2.000 bis 2.500 Euro pro Monat für reine PPC-Betreuung. Planbar und meist das ehrlichste Modell, weil die Agentur am Ergebnis gemessen wird und nicht am Spend.
- Stundensatz oder Projekt: üblich 90 bis 220 Euro pro Stunde. Senior-Berater mit eigener Seller-Erfahrung liegen oben, Juniors bei 90 bis 130 Euro. Gut für Audits und einmalige Neuaufbauten.
Ein Full-Service-Retainer inklusive Listing, Content und Strategie liegt eher bei 4.000 bis 6.000 Euro. Für diesen Vergleich rechnen wir mit der reinen PPC-Betreuung, um Äpfel mit Äpfeln zu vergleichen.
Inhouse-Team: die Rechnung, die niemand zeigt
Auf den ersten Blick wirkt Inhouse günstiger, schliesslich zahlst du nur ein Gehalt. Diese Rechnung ist unvollständig. Ein interner Amazon-PPC-Manager kostet je nach Erfahrung 55.000 bis 90.000 Euro Brutto-Jahresgehalt. Auf den Monat gerechnet sind das 4.500 bis 7.500 Euro, und zwar bevor auch nur ein einziger versteckter Posten dazukommt.
Was in der Gehaltszahl fehlt:
- Lohnnebenkosten: Arbeitgeberanteil, Urlaub, Krankheit. Das sind schnell 20 bis 30 Prozent obendrauf.
- Tools: Bid-Management, Keyword-Tools, Reporting. Eine Agentur bringt diese mit, intern zahlst du sie separat, oft 200 bis 800 Euro im Monat.
- Einarbeitung und Rampe: Ein neuer Manager braucht Monate, bis er dein Sortiment und deine Marge versteht. Diese Zeit ist teuer und selten eingeplant.
- Ausfall- und Klumpenrisiko: Wird diese eine Person krank, kündigt oder fährt in den Urlaub, steht dein PPC still. Eine Agentur hat ein Team im Rücken.
- Weiterbildung: Amazon ändert Ad-Formate und Regeln laufend. Wissen aktuell zu halten kostet Zeit und Geld.
Realistisch liegen die echten Inhouse-Vollkosten für eine kompetente Vollzeitstelle daher eher bei 6.000 bis 9.000 Euro im Monat, nicht bei den nackten 4.500 Euro aus der Gehaltsspalte.
Agentur vs. Inhouse: der direkte Vergleich
Der Überblick für eine mittelgrosse Marke mit rund 3.000 bis 5.000 Euro Werbebudget im Monat:
| Kriterium | Agentur | Inhouse-Team |
|---|---|---|
| Monatliche Grundkosten | 2.000 bis 2.500 Euro (Retainer) | 6.000 bis 9.000 Euro (Vollkosten) |
| Zeit bis zur vollen Leistung | wenige Wochen | mehrere Monate |
| Tool-Kosten | inklusive | separat (200 bis 800 Euro) |
| Cross-Account-Erfahrung | hoch | auf ein Konto begrenzt |
| Ausfallrisiko | Team-Absicherung | Single Point of Failure |
| Nähe zum Produkt | mittel bis hoch | hoch |
| Flexibel kündbar | ja (Kündigungsfrist) | nein (Arbeitsrecht) |
Die einzige Zeile, in der Inhouse strukturell gewinnt, ist die Nähe zum eigenen Produkt. Alles andere spricht bei mittleren Budgets für die Agentur.
Der Break-even: ab wann sich was rechnet
Zwei Faustregeln helfen bei der Entscheidung:
- Werbebudget: Ab etwa 3.000 bis 5.000 Euro monatlichem Ad Spend rechnet sich Outsourcing für die meisten Händler, weil die Optimierung dann genug Hebel hat, um ihr eigenes Honorar mehrfach einzuspielen. Darunter reicht oft die eigene Steuerung mit guten Tools.
- Gesamtumsatz: Bis rund 2 Millionen Euro Amazon-Jahresumsatz ist eine Agentur meist günstiger, weil eine Vollzeitstelle noch nicht ausgelastet wäre. Deutlich darüber, mit breitem Sortiment und mehreren Märkten, kann sich ein eigenes Team tragen, oft im Hybrid-Modell.
Rechenbeispiel: 5.000 Euro Werbebudget im Monat
Nehmen wir eine Marke mit 5.000 Euro Ad Spend, die daraus 25.000 Euro Umsatz macht, also einen ACoS von 20 Prozent. Eine Agentur mit 2.000 Euro Retainer, die den ACoS auf 15 Prozent drückt, spart 1.250 Euro im Monat an Werbekosten bei gleichem Umsatz. Der Retainer ist damit zu über der Hälfte allein aus der Effizienz gedeckt, und der zusätzliche Umsatz durch bessere Skalierung ist da noch gar nicht eingerechnet.
Gegen ein Inhouse-Team mit 6.500 Euro Vollkosten steht die Agentur bei diesem Budget klar besser da, solange die eine Person nicht mit weiteren Aufgaben wie Content, Marktplätzen oder Vendor voll ausgelastet ist. Warum der Blick allein auf den ACoS trügt und warum der TACoS die ehrlichere Kennzahl ist, lohnt sich hier zu verstehen. Und wie du den ACoS konkret senkst, zeigen wir dir im ACoS-Leitfaden.
Die Hybrid-Lösung: das Beste aus beiden Welten
Die in der Praxis häufigste Lösung bei grösseren Marken ist kein Entweder-oder. Ein interner Amazon-Manager hält Strategie, Marge und die Schnittstellen zu Einkauf und Marketing zusammen, während eine spezialisierte Agentur PPC, Content und Spezialaufgaben operativ übernimmt. So bleibt die Nähe zum Produkt im Haus, ohne dass du dir das Klumpenrisiko und die Tool-Kosten eines rein internen Setups einkaufst.
In 4 Schritten die richtige Entscheidung treffen
- Budget ehrlich beziffern: Wie hoch ist dein monatlicher Ad Spend, und wo willst du in zwölf Monaten stehen?
- Vollkosten rechnen, nicht Gehalt: Vergleiche den Agentur-Retainer mit den echten Inhouse-Vollkosten inklusive Tools, Nebenkosten und Rampe.
- Optimierungspotenzial prüfen: Wie weit ist dein ACoS oder TACoS vom Ziel entfernt? Je grösser die Lücke, desto schneller zahlt sich eine Agentur.
- Anbieter bewerten: Achte auf TACoS-Fokus statt ACoS-Kosmetik, transparente Reports, eigene Seller-Erfahrung und faire Kündigungsfristen.
Fazit
Für die grosse Mehrheit der Amazon-Händler mit einem Werbebudget zwischen 3.000 und 20.000 Euro im Monat ist eine spezialisierte Amazon PPC Agentur die wirtschaftlichere Wahl, weil sie Erfahrung, Tools und Verantwortung zu planbaren Kosten bündelt. Ein reines Inhouse-Team lohnt sich erst, wenn die Stelle voll ausgelastet ist, meist deutlich jenseits von 2 Millionen Euro Jahresumsatz, und selbst dann fährt die Hybrid-Lösung oft am besten. Wenn du wissen willst, was das konkret für dein Konto bedeutet, sprich mit uns als Amazon PPC Agentur über eine Zusammenarbeit auf festen Fixpreisen, ohne Beteiligung an deinem Werbebudget. Ein kostenloses Erstgespräch klärt in 30 Minuten, welcher Weg für dich rechnet.
Häufige Fragen
Was kostet eine Amazon PPC Agentur im Monat?
Ueblich sind 8 bis 15 Prozent vom Werbeumsatz oder ein fester Retainer zwischen 2.000 und 2.500 Euro pro Monat fuer reine PPC-Betreuung. Ein Full-Service-Retainer inklusive Listing, Content und Strategie liegt eher bei 4.000 bis 6.000 Euro.
Ab wann lohnt sich eine PPC Agentur statt Inhouse?
Ab etwa 3.000 bis 5.000 Euro monatlichem Werbebudget rechnet sich Outsourcing fuer die meisten Haendler. Bis zu rund 2 Millionen Euro Amazon-Jahresumsatz ist eine Agentur meist guenstiger als eine ausgelastete Vollzeitstelle.
Was kostet ein Inhouse Amazon PPC Manager?
Je nach Erfahrung 55.000 bis 90.000 Euro Brutto-Jahresgehalt, also 4.500 bis 7.500 Euro pro Monat. Mit Lohnnebenkosten, Tools, Einarbeitung und Ausfallrisiko liegen die echten Vollkosten realistisch bei 6.000 bis 9.000 Euro im Monat.
Was ist die Hybrid-Loesung aus Agentur und Inhouse?
Ein interner Amazon-Manager haelt Strategie, Marge und Schnittstellen zusammen, waehrend eine spezialisierte Agentur PPC, Content und Spezialaufgaben operativ uebernimmt. Das ist bei groesseren Marken die in der Praxis haeufigste Loesung.
Woran erkenne ich eine gute Amazon PPC Agentur?
An einem Fokus auf TACoS statt reiner ACoS-Kosmetik, transparenten Reportings, eigener Seller-Erfahrung, festen Fixpreisen ohne Beteiligung am Ad Spend und fairen Kuendigungsfristen.
